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24Nov/096

Squeeze Freeze erst im März

Der Zeitpunkt, an dem keine neuen Funktionen mehr in ein Programm oder Betriebssystem hinzugefügt werden, um eine neue stabile Version herauszugeben bezeichnet man als Code-Freeze. Im März nächsten Jahres ist es bei Debian testing/Squeeze mal wieder soweit und es werden keine neuen Pakete mehr aus dem unstable/sid-Zweig aufgenommen.

Die Debian Maintainer konzentrieren sich dann darauf, alle als releasekritisch markierten Fehler zu beseitigen. Erst wenn das geschafft ist, wird Debian 6 Squeeze als stabil bezeichnet und veröffentlicht. Wie immer gibt es keinen festen Termin für die Veröffentlichung, es wird erst erscheinen "when it's done". Das Ziel des Squeeze Releases ist der Ausbau der Unterstützung weiterer Prozessorarchitekturen, sowie die Boot Performance durch die neue Standard Shell dash und parallelisiertes booten zu beschleunigen und eine höre Qualität bei der Paketierung zu erreichen. Eigene Meinung: Ich, als KDE-Benutzer finde den Freeze-Termin sehr passend. So schafft es das wahrscheinlich im Februar erscheinende KDE4.4 noch rechtzeitig in den testing Zweig zu rutschen. Andererseits finde ich es schade, dass Debian das Angebot von Ubuntu abgelehnt hat, einen gemeinsamen Freeze-Termin zu finden. Ich bin der Meinung, dass es hilfreich für Debian und im Allgemeinen für Linux sein kann, wenn mehrere große Distributionen hier synchron zusammenarbeiten würden. Weiterführende Links:
1Okt/090

Amarok 2.2 erschienen

Nach 14 Wochen harter Arbeit ist heute eine neue stabile Version der beliebten Musik-Wiedergabesoftware Amarok erschienen. Neben vielen Fehlerkorrekturen bringt diese Version auch Funktionen die bereits aus der 1.4er Serie bekannt sind.

Das Amarok LogoSo kann zum Beispiel wieder eine externe MySQL Datenbank verwendet oder eine Wiedergabeliste nach Belieben sortiert werden. Auch lassen sich jetzt wieder Musik CDs vom Laufwerk aus abspielen und in die Musik Sammlung importieren.

Aber nicht nur Altes wurde hinzugefügt, sondern auch einige neue Funktionen. So sucht das Video-Applet automatisch nach passenden Videos auf YouTube und das Bilder-Applet nach passenden Bildern auf in den Verzeichnissen von flickr. Der Großteil der Oberfläche lässt sich nun an die eigenen Bedürfnisse anpassen, damit ist es möglich das Interface im - vielleicht sogar gewohnten -  1.4er-Design erstrahlen zu lassen. Insgesamt wurden in den letzten drei und ein halb Monaten 654 Fehler behoben, 101693 neue Zeilen Code geschrieben und 73774 Zeilen entfernt. Amarok 2.2 befindet sich in den Debian/sid Paketquellen oder kann als Source-Tarball von der offiziellen Seite heruntergeladen werden.

Weiterführende Links
1Sep/093

Debian mit eigener Startseite

Debian geht einmal mehr mit dem Trend, jetzt mit einer eigenen Startseite für den Browser. Debian mit eigener Startseite? Start! Findige Nutzer des Debian-Betriebssystems sind derzeit dabei eine eigene Startseite für  ihr Lieblings-OS und seine Standardbrowser, Iceweasel und Epiphany, aufzubauen. Unter dem Codenamen "Start!" wurde mit Sprachen wie HTML, CSS, Javascript und PHP ein ansehnliches Sprungbrett geschaffen. Integriert ist eine Google-Suche, was natürlich aus Datenschutzgründen fragwürdig ist. Die Checkbox "Debian only" beschränkt die Google-Suche auf den Host debian.org. Unten auf der Seite finden sich News aus dem Debian-Projekt, vermutlich einer Reihe von Feeds entnommen.
16Aug/090

Debian Linux wird 16 Jahre alt

Ein Linux Gigant feiert seinen alljährigen Geburtstag. Die Rede ist von Debian, des beliebten, da stabilen, Serverbetriebssystems, das mittlerweile auch in einigen Ablegern Zugang zum heimischen Desktop gefunden hat.

Debian Logo

Heute vor 16 Jahre kündigte Ian Murdock in einer E-Mail an die Newsgroup comp.os.linux.development das erste Release von Debian Linux an, das er als Alternative zu Softlanding Linux System entwickelt hatte.

Der Projektname leitet sich von den Vornamen des Gründers, Ian Murdock und seiner Frau Debra (= Deb + Ian) ab.

Als schlagkräftige Merkmale galten damals folgende Features:

  1. Keine Dopplungen mehr bei Binarys und Man-Pages.
  2. Verfügbarkeit der aktuellsten Version von allem. Das System wird über ein einfaches Upgrade-Script im Basissystem aktuell gehalten.
  3. Kompakte Installationsprozedur, die man nicht ständig überwachen muss. Einfache Installation des der Basisdiskette, kopieren der Distrubtion auf die Festplatte, ein Selektion der gewünschten Pakete treffen um dann die Maschine die Arbeit machen zu lassen, während man selbst sich interessanteren Dingen widmen kann.
  4. Debian wird eine Installationsprozedur enthalten, die so ziemlich alles von fstab bis hin zu XConfig installieren und vor allem konfigurieren wird.
  5. Debian wird ein Menusystem enthalten, dass FUNKTIONIERT...Menübasierte Paketinstallation und Updates, menübasierte Systemkonfiguration, menübasierte Hilfe und eine menübasierte Systemadministration
  6. Debian wird einfach zu installierende Update-Pakete für PCs ohne Internetanschluss bieten.Zusätzlich kann Man Pakete herunterladen und ebenso wie Updates einspielen.
  7. Eine exzelente Dokumentation anstatt einiger READMEs.
  8. Während ich Debian zusammenbaue führe ich akribisch Buch darüber, wo ich alles habe. Das wird dem Endbenutzer ermöglichen nicht nur zu Wissen, wo er die Quellcodes herbekommt, sondern auch ob die aktuellste Version bereits in Debian integriert ist. Diese Buchführung wird Debian helfen immer die aktuellste Version zu führen.
  9. Vieles mehr, worauf ich später noch eingehen werde.
(freie Übersetzung, Quelle: Originaltext von Ian Murdock) Im Dezember 1993 folgte auf diese Ankündigung hin die Veröffentlichung der Version 0.90 mit "einfachem Paketsystem" ohne Abhängigkeiten durch Ian Murdock selbst. Eine Historie der erschienen Versionen ist unter Anderem im Debian-Artikel in der Wikipedia enthalten. Heute ist Debian mit seinen unzähligen Derivaten die wahrscheinlich meist benutzte Linux Distribution, nicht nur wie vor ein paar Jahren auf dem Server. Aufgrund des (über-)mächtigen Paketsystems und seines leichtgewichtigen Daseins bietet sich Debian optimal als Basis für erfolgreiche Desktopsysteme, wie bspw. Ubuntu, Linux Mint, Knoppix usw. an. Weiterführende Links: Wussten Sie schon? Ian Murdock wurde am 28. April 1973 in Konstanz, Baden-Württemberg (Deutschland) geboren.