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13Okt/090

UrbanTerror – Terrorismusbekämpfung in der Vorstadt

In unserer Serie von freien Ego-Shootern ist UrbanTerror wohl eher die Ausnahmeerscheinung. So erinnert es in Sachen Realismus an das überaus beliebte Counter-Strike von Valve Software - und es schlägt sich nicht einmal schlecht als Konkurrent zum Marktführer.

Der realistische Anti-Terrorismus Shooter entsprang ursprünglich der beliebten Quake3-Engine, erinnert doch aber so gar nicht an den Stil, den Quake 3 vermittelt. Anstatt der Rasanz trifft der Spieler auf viel mehr Realismus, seien es die Waffen, die Trefferzonen oder die Models. Wird man angeschossen humpelt man, wird man ohne Helm in den Kopf getroffen stirbt man. In 7 verschiedenen Spielmodi auf einer Reihe liebevoll ausgearbeiteter Karten wird man sich erst einmal umsehen müssen, denn eine Besonderheit an UrT ist es, dass man mit Sprüngen so richtig Tempo aufnehmen kann. Walljumps, Sliden - und zwischen drin schießen - alles kein Problem! Die Waffenauswahl kann sich ebenfalls sehen lassen. Die üblichen Standards sind hier kräftig vertreten, Auto-Rifle, Rifle, SMG, Pistolen, Granaten. Ein Klassiker ist die LR-300 aus dem Haus Z-M Weapons. Demnächst wird sogar die vielen bekannte FN P90 ihr Debut im Spiel geben.

Die Waffen in UrbanTerror

Dass UrbanTerror ein durch und durch ein taktischer Shooter ist zeigt sich vor allem in kleinen Duellen. Hier spielt alles eine Rolle: Schatten, Bewegungs- und Waffengeräusche sowie Intuition. Die Geräusche ermöglichen hierbei auch ein Raumgefühl, dass es ermöglicht unvorsichtige Gegner zuerst zu finden. Außerdem kann man im Spiel verbluten - wohingegen man sich selbst und andere bandagieren, bzw. sogar Lebenspunkte wiederherstellen. Im Rahmen unserer Serie "Freie Ego-Shooter" haben wir Maureen "BladeKiller" Yost, die treibende Kraft hinter UrbanTerror, kurz interviewed:

Linux|Lounge: Can you tell our readers a bit about yourself and your connection to UrbanTerror?

Bladekiller: I was asked to skin an UMP model in July 2000 by Earthquake (he made the M4). I joined SID in August 2000 to work on beta 2.0 skinning numerous weapons and helping with the player model skins. Since this I have learned to map, model and animate. Linux|Lounge: What do you think gives UrT an advantage over other open source first person shooters? Bladekiller: UrT has been around since 1999 and has evolved with the community. The Q3 movement and fun over realism sets UrT apart from other realism based shooters. Linux|Lounge: The game has become 9 years old this month. Have there been times when development was stuck, what were the reasons and how did you overcome these? Bladekiller: Yes, there have been times when we were tired of working on the game and we did take a break to develop some other ideas but something always draws us back to UrT. I'm very stubborn and determined to finish what I've started and this drive helps keep other team members enthusiastic and motivated. Linux|Lounge: Why did you choose to publish the game free of charge? Bladekiller: UrT is a mod for Quake III Arena and can not be charged for. We would have to buy an engine licence to publish the game as a retail product. We would also have to make the game assets from scratch except for assets made by people still on the development team. Linux|Lounge: As a lot of players are using Linux distributions, have you ever considered the actual mod going open source? Bladekiller: No. We do not want to open source the game code because it would make it even easier for cheaters. Our anti-cheat software would not work on open sourced game code. The game is still licenced under the Q3 mod licence. Linux|Lounge: Can you give us a hint on future development, what are your plans? Bladekiller: We are concentrating on the next release right now. We really aren't sure what we want to do after 4.2. It depends on what new engines emerge over the next few months. Linux|Lounge: Thank you for your time!
Trotz der Tatsache, dass Urban Terror auf die Quake3-Engine setzt ist Quake 3 selbst zum Spielen nicht erforderlich. Hierfür wurde eigens der ioUrbanTerror-Launcher geschaffen, der die ioQuake3, eine freie, weiterentwickelte Version der Original-Engine mit sich bringt. Die aktuelle Version 4.1 wird auf der Homepage von mehreren Spiegelservern zum Download (713 MB) angeboten. Innerhalb des Spiels existieren auch noch einige Custom-Maps, die automatisch über libcurl beim Verbinden zum Server nachgeladen werden, hierbei wird oftmals auf das HTTP-Protokoll zurückgegriffen, die Geschwindigkeiten sind hierbei sehr hoch. Urban Terror ist auch für das Spielen unter Freunden geeignet, es erlaubt es alle Server nach gewissen Spielernamen zu durchsuchen, ein Ligasystem und diverse Clans existieren ebenfalls. Viel Spaß bei diesem  sehr gelungenen Shooter! Weiterführende Links:
5Okt/090

Blood Frontier – Ein OpenSource Ego-Shooter

In diesem ersten von drei Artikeln über freie Ego-Shooter, berichten wir das noch sehr junge Spiel Blood Frontier. Die erste Version erschien bereits vor 2 Jahren, seitdem hat sich aber viel geändert. Einen Blick hinter die Kulissen gibt uns das Interview mit Entwickler Quin.

Die meisten Ego-Shooter setzen auf Pickup-Gegenstände, also Gegenstände, die man während dem Spielverlauf aufsammeln kann, für Munition und Leben, so nicht Blood Frontier. Hier regeneriert sich das Leben nach eine gewissen zeit selber und auf Minution muss man auch nicht achten, das nachladen sollte man allerdings  nicht vergessen. Wenn man sich also in einem Gefecht stark verletzt hat, kann man sich zurückziehen um so sein Leben wieder auf zu laden. Einzig die Waffen sind aufsammelbar, die sind auf der Karte verteilt abgelegt oder werden von toten Spielern fallen gelassen.

16Sep/090

id Tech 5 Engine doch auf Linux?

idsoftware-logo Im letzten Monat hat Slashdot berichtet dass John Carmack, leitender Entwickler der id tech 5 Engine, in einer E-Mail bekannt gab, dass eine Linux Portierung der Engine  sehr unwahrscheinlich ist. Am Sonntag hat sich Timothee Besset (TTimo) zu Wort gemeldet und lässt die Herzen vieler Linux user höher schlagen. id Software ist einer der wenigen grösseren Spiele Hersteller die ihre Produkte auch für Linux verkaufen (Doom 3, Quake 3 & 4, ET:QW) und viele Linux-Benutzer waren enttäuscht als John Carmack bekannt gab, dass die neue Version der Engine nicht portiert werden wird. Timothee ist verantwortlich für ein Grossteil der Linux Portierungen von id Software Spielen und wie er in seinem Blog bekannt gab hat er nicht nur in der Vergangenheit ein Grossteil seiner Freizeit geopfert um eigenhändig Spiele auf Linux zu portieren, er will es auch mit der id Tech 5 Engine machen.